Aerobes und anaerobes Training

Die Arbeitsfähigkeit der Muskeln hängt sowohl von ausreichendem Blutzufluss ab, als auch von Sauerstoff- und Nahrungsaufnahme.

Der Körper verfügt über zwei unterschiedliche Systeme, um den Muskeln Energie zur Verfügung zu stellen:

1) Aerobes System: Kohlenhydrate und Fett reagieren mit Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser.
2) Anaerobes System: Kohlenhydrate werden ohne Sauerstoff für die Energieproduktion in Milchsäure oder Laktat umgewandelt.

Bei niedrigerer Trainingsintensität stimmt der Sauerstoffverbrauch der Muskeln mit der Sauerstoffaufnahme überein. Diese Art von Aktivität kann über lange Zeiträume aufrecht erhalten werden. Bei hohen Intensitäten aber können Herz und Lunge nicht genügend Sauerstoff liefern, um den Bedürfnissen der Muskeln gerecht zu werden. Das Ergebnis ist, dass die Muskeln beginnen, anaerob zu arbeiten.

Das Problem bei der anaeroben Energieproduktion ist, dass nach wenigen Sekunden sehr schnell Abfallprodukte wie Laktat entstehen. Laktat blockiert den Fettstoffwechsel und zwingt den Körper, die Belastung abzubrechen. Der metabolische Umkehrpunkt, an dem der Körper vom aeroben auf das anaerobe Energiesystem umschaltet, wird anaerobe Schwelle (ANS) genannt.

Deine anaerobe Schwelle (ANS) ist die Belastungsintensität, bei der du anaerob arbeitest und Laktat produzierst. Wenn du deine Leistung verbessern möchtest, ist es sinnvoll, für einen kurzen Zeitraum (drei bis fünf Minuten) bei einer Herzfrequenz gerade unterhalb deines ANS zu trainieren. Wenn dein Training aber intensiv fortschreitet, wird ebenso deine ANS ansteigen.

Wenn dein Training aber intensiv fortschreitet, wird ebenso deine ANS ansteigen. Bei sehr fitten Wettkampfsportlern kann die ANS bei 90 % der maximalen Herzfrequenz liegen.